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Stadtgemeinde Gmunden
Linke Bildhälfte: Porträt des Musikers und Künstlers Richard Weihs in einer Nahaufnahme von unten. Er trägt einen dunklen Hut, eine runde Brille sowie einen graumelierten Vollbart und blickt lächelnd in die Kamera. Im Vordergrund ist der Balg eines Akkordeons zu sehen. Der Hintergrund zeigt einen hellblauen Himmel. Rechte Bildhälfte: Das Esther Wratschko Trio posiert gestaffelt auf einer weißen Außenstiege. Ganz oben steht ein Musiker mit einer Akustikgitarre, auf den mittleren Stufen ein Musiker mit einer Klarinette und unten im Vordergrund die Musikerin Esther Wratschko mit einem Fagott. Links im Bild steht eine Grünpflanze.
(c)gamuekl; (c) Edwin Husic

„Schattenseite der Sommerfrische II“

Lesung mit Musik

ZUR KURIOSEN GESCHICHTE EINER KURREGION

Es ist Richard Weihs gelungen, einen wichtigen Beitrag zu einer differenzierten Aufarbeitung der Geschichte des Semmerings im Nationalsozialismus zu leisten. Dieses Buch ist das Ergebnis jahrelanger Recherche, aber auch eine Annäherung an das, was war, und an das, was oft verschwiegen wurde. Es soll einen Raum eröffnen für Erinnerung, für Fragen, für Empathie. Es soll Erinnerung ermöglichen, Gerechtigkeit einfordern und ein historisches Bewusstsein schärfen, das Verantwortung nicht delegiert, sondern übernimmt.“
Drin. Danielle Spera

Einzigartig ist die Hartnäckigkeit, die Weihs in der Angelegenheit entwickelt hat. Er ließ sich nicht abwimmeln, nahm auch die immer wiederkehrende Auskunft, dass „leider, leider“ ausgerechnet die betreffenden Akten „durch Kriegseinwirkung in Verlust geraten“ seien, nur als neuen Ansporn und förderte immer wieder Erschreckendes zutage, auch über das Weiterwirken von Personen und Mentalitäten. Er setzte zwar die Umbenennung einer nach einem NS-Verbrecher benannten Straße am Semmering durch, doch gegen seinen neuen Namensvorschlag, der einen der enteigneten jüdischen Mitbürger gewürdigt hätte, wehrte sich die Gemeinde.
Wolfgang Huber-Lang/Salzburger Nachrichten

WRATSCHKO TRIO
Das Esther Wratschko Trio haucht in wechselnder und einzigartiger Besetzung jiddischen Theater- und Kunstliedern von New York bis Moskau und Klezmer von Bessarabien bis Brooklyn neues Leben ein. Mit Fagott, Klarinette, Gesang und Gitarre bringen die drei Musiker*innen verschiedene Seiten jüdischer Musiktradition zum Klingen, wobei der lyrischen Dimension dieser Musik besonders viel Platz zukommt. Virtuose Klänge von Maciej Golebiowski (Klarinette), Esther Wratschko (Gesang, Fagott, Klavier) und Fabian Pollacks (Gitarre) versprechen einen Konzertabend voll unkonventioneller Eleganz, Tanz und Tränen.

Reserverungen unter: rosenkranz.gmunden@aon.at