Invasive Tier- und Pflanzenarten
Gefährdung durch eingeschleppte Tierarten
Eingeschleppte (invasive) Tierarten stellen eine zunehmende Gefahr für unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt dar. Sie gelangen oft unbeabsichtigt durch den globalen Handel oder Reisen in unsere Region. Dort können sie sich rasch ausbreiten und heimische Arten verdrängen, Krankheiten übertragen oder das ökologische Gleichgewicht stören. Beispiel ist die Quagga-Muschel im Traunsee oder die Wasserpest und das Hornblatt im Krottensee.
Zum Schutz unserer Natur ist es wichtig, wachsam zu bleiben und auffällige Tierarten zu melden. Bitte achten Sie bei Reisen oder dem Kauf von Tieren und Pflanzen auf mögliche Risiken.
Asiatische Hornisse
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) ist eine invasive Art, die eine Bedrohung für heimische Bienen und andere Insekten darstellt. Daher ist es wichtig, Sichtungen schnell zu melden, um eine Ausbreitung zu verhindern und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Die Asiatische Hornisse wurde aus Südostasien im Jahr 2004 in Frankreich eingeschleppt. Seitdem breitet sie sich unaufhaltsam in Europa aus. Am 9. April 2024 wurde sie erstmals in Österreich (Stadt Salzburg) gesichtet. Für weitere Informationen, die Situation in Österreich und wie man die Asiatische Hornisse von der europäischen unterscheidet, besuchen Sie bitte die Homepage der AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit):
Wenn Sie eine Asiatische Hornisse oder ein Nest davon in Gmunden oder Umgebung sichten, melden Sie dies bitte umgehend. Eine Meldung muss folgende Informationen enthalten:
• Foto oder Video von dem verdächtigen Insekt
• Ort (wenn möglich mit Koordinaten) und Zeitpunkt der Beobachtung
• Kontaktdaten der meldenden Person (E-Mail-Adresse, Telefonnummer)
Zuständige Stelle Oberösterreich: Amt der Oö Landesregierung, Abteilung Naturschutz, Abteilung Land- und Forstwirtschaft
Meldestelle in Oberösterreich: Meldeplattform Biene Österreich
Meldeweg: www.velutinamelden.at
Wespenspinne
Wespenspinnen breiten sich „dank“ Klimawandel mehr und mehr in Österreich aus! Ursprünglich stammt die Art aus der Mittelmeerregion. Aufgrund der stetig wärmer werdenden Temperaturen hat sie sich seit den 1930er Jahren – in den vergangenen Jahrzehnten rasant – nach Norden hin ausgebreitet und ist mittlerweile in ganz Mitteleuropa heimisch. Sie ist trotz auffälligem Äußeren jedoch ungefährlich für uns Menschen. Es gilt jedoch diese Art noch näher zu erforschen – daher lädt der Naturschutzbund Österreich ein, Spinnenbeobachtungen via Foto zu teilen.
Die Beobachtungen der Wespenspinne auf www.naturbeobachtung.at oder der gleichnamigen App teilen. Jede Meldung hilft!