communale oö
Mut, Geschichte zur schreiben
– von history zu HERstory
Ausgehend vom Thema der Bauernkriege rücken die Beiträge aus Gmunden zur communale oö die weibliche Perspektive auf vergangene und zukünftige Geschichte aus heutiger Sicht in den Fokus. Ihre Bedeutung für gesellschaftlichen Wandel wird benannt, analysiert und geschärft. Die Narrative von Frauen wollen hier auf vielseitige Weise neu geschrieben, erzählt und im öffentlichen Raum verankert werden.
Unterschiedliche Formate und vielfältige Positionen ermöglichen eine differenzierte, vielschichtige Auseinandersetzung: Ein Symposium, künstlerische Ausstellungen, ein ortsspezifisch entwickeltes Stationentheater sowie ein Instawalk bilden den Rahmen für ein zeitgenössisches Programm, das dazu einlädt, das „ganze Bild“ zu malen.
400 Jahre nach der „Revolution des gemeinen Mannes“ wird Gmunden durch Kunst und Kultur, Dialog und Partizipation neu erobert. Friedlich entwaffnet von Frauen und dem Folgen ihrer Spuren, denn Widerstand war und ist auch weiblich. Ohne HERstory gibt es keine vollständige HIStory.
Von den Bauernkriegen über die Französische Revolution bis zur „Woman, Life, Freedom-Bewegung“ – Frauen waren und sind in historischen Umbrüchen unverzichtbare Akteurinnen: als Anführerinnen, Organisatorinnen, Komplizinnen, Rebellinnen. Ihr soziales Wirken, ihre Resilienz im Alltag und ihr widerständiges Verhalten bewirken heute wie damals wegweisende Veränderungen im privaten wie öffentlichen Leben. Ihre Entschlossenheit kann uns alle inspirieren, wenn sie sichtbar wird und Gehör findet – dafür schaffen die Programmbotschaften aus Gmunden im Rahmen der communale oö den nötigen Raum und Mut, Geschichte neu zu schreiben.
Für Fragen:
Anhaus Cornelia, Mag.
Leitung Kulturabteilung