communale oö
Mut, Geschichte zur schreiben
– von history zu HERstory
Alle für die communale oö entwickelten Programmbeiträge aus Gmunden werden krankheitsbedingt in den Herbst 2026 verschoben. Im Mittelpunkt steht dabei der Übergang von history zu HERstory: Frauen sollen aus dem „toten Winkel“ einer männlich dominierten Geschichtsschreibung geholt werden. Diese bewusste Umdeutung rückt ihre Taten, Erfahrungen und Beiträge ins Zentrum – Aspekte, die in traditionellen Berichten oft fehlten und weiterhin fehlen.
Frauen kämpfen für Gleichberechtigung, Kinderbetreuung, Bildungschancen, faire Löhne und Gewaltprävention. Sie setzen sich gegen Diskriminierung, Sexismus und unbezahlte Care-Arbeit ein. Kurz: Sie engagieren sich für ein gutes Leben für alle. Ihr soziales Wirken, ihre Resilienz im Alltag und ihr widerständiges Verhalten bewirken wegweisende Veränderungen im privaten wie öffentlichen Leben. Ihre Entschlossenheit kann uns alle inspirieren, wenn sie sichtbar wird und Gehör findet – dafür schaffen die Programmbotschaften aus Gmunden im Rahmen der communale oö den nötigen Raum.
Ausgehend vom Thema der Bauernkriege wird die weibliche Perspektive auf vergangene und zukünftige Geschichte aus heutiger Sicht in den Fokus gerückt. Ihre Bedeutung für gesellschaftlichen Wandel wird benannt, analysiert und geschärft. Die Narrative von Frauen sollen auf vielseitige Weise neu geschrieben, erzählt und im öffentlichen Raum verankert werden, um das „ganze Bild“ zu malen.
400 Jahre nach der „Revolution des gemeinen Mannes“ wird Gmunden durch Kunst und Kultur, Dialog und Partizipation neu erobert. Friedlich entwaffnet von Frauen und dem Folgen ihrer Spuren, um die Historie durch HERstories zu erweitern und zu vervollständigen. Unterschiedliche Formate und vielfältige Positionen ermöglichen eine differenzierte, vielschichtige Auseinandersetzung:
Ein Symposium, künstlerische Ausstellungen, ein ortsspezifisch entwickeltes Stationentheater sowie ein Instawalk bilden den Rahmen für ein zeitgenössisches Programm, das alle dazu einlädt, ihren eigenen Zugang zum Mut zu finden, Geschichte zu schreiben.
Für Fragen:
Anhaus Cornelia, Mag.
Leitung Kulturabteilung